Macht- und Gewaltstrukturen im Sprachduktus der Neuen Rechten

Etwas Werbung in eigener Sache: Mein erster wissenschaftlicher Beitrag wurde in einem Sammelband zu Lesarten von Hannah Arendts „On Violence“ veröffentlicht.
Den Beitrag selbst habe ich bereits vor knapp zwei Jahren geschrieben. Inzwischen ist viel passiert und heute würde ich auch nicht mehr einfach von der „Neuen“ Rechten schreiben, aber inhaltlich ist der Text (leider) immer noch hochaktuell.

Wer sich für philosophische Überlegungen zu den großen Themen „Macht“ und „Gewalt“ interessiert, wird in diesem Band bestimmt fündig!

„Macht- und Gewaltstrukturen der Neuen Rechten“ ist auf S. 159-182 zu lesen. Herausgegeben wurde der Band von Mirko Wischke, Privatdozent an der Universität Hildesheim und Georg Zenkert, Professor für Philosophie an der Hochschule Heidelberg.

Macht und Gewalt. Hannah Arends „On Violence“ neu gelesen.

macht und gewalt

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Seelenfragmente

Fünf Kurzgeschichten „über den flüchtigen Augenblick, unerwiderte Liebe und das Gefühl der Einsamkeit.“ Das schmale schwarze Bändchen ist schnell gelesen, aber der Inhalt wirkt lange nach: Die Stories von Louisa August sind mehr als gelungene Schreibübungen einer Autorin, von der wir bestimmt noch lesen werden. Sie entführen ihre Leser_innen in fantastische Gefühlswelten des Alltäglichen und mäandern dabei mit traumwandlerischer Sicherheit auf dem schmalen Grat der Schilderung zwischen lakonischer Distanz und empathischer Nähe zu ihren Figuren.

Ich freue mich schon auf ihren ersten Roman!

Seelenfragmente – Louisa August

seelenfragmente

Hexenblutkinder

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Ein abenteuerliches Fantasy-Kinderbuch von Marie Veith.
Die Idee zu dieser ungewöhnlichen Geschichte, in der zwei Mädchen und ihre Mutter die Hauptrolle spielen, hatte die Autorin, als ihre Enkel vor dem Schlafengehen noch etwas Spannendes hören wollten. Nach und nach entwickelten sich die Charaktere und ihre Enkel konnten gar nicht mehr genug von den beiden Hexenkindern und dem fernen Planeten kriegen und überredeten ihre Oma schließlich dazu, ein „richtiges“ Buch daraus zu machen.

Wenn das mal kein Geheimtipp ist …

Das Buch ist als Softcover im Novum-Verlag erschienen.
Bestellen kann man es direkt beim Verlag oder bei Amazon.

Euch allen ein schönes neues Jahr mit viel Zeit zum Lesen und Schreiben!

„Ihr habt nun schon länger nichts mehr von mir gelesen“ ist ja so ein Satz, den mensch ziemlich häufig in Blogs zu lesen bekommt. Ich hatte schon befürchtet, dass auch ich nicht um ihn herumkommen würde …

Ich möchte an dieser Stelle von einem sehr schönen Projekt berichten, das ich als Lektorin und Texterin unterstützen werde: Next Generation Africa. Dabei geht es darum, Schulen in Malawi, einem Binnenland in Südostafrika, den Zugriff auf aktuelle Unterrichtsmaterialien zu ermöglichen, denn viele Bildungseinrichtungen vor Ort sind mangelhaft ausgestattet und die wenigen vorhandenen Lehrbücher oft älter als die Schüler*innen selbst. Da kamen die Abiturienten Frederik Bachmann und Niels Kunz im Sommer 2016 auf die Idee, digitale Bibliotheken zu nutzen – Digital Libraries für Malawi hieß das Vorläuferprojekt dann auch. Bildungsmaterialien (E-Books, Sprachkurse etc.) werden auf einem kleinen Computer, der LibraryBox, gespeichert und können von vielen Endgeräten wie Smartphone, Tablet, PC oder sogar einem Beamer abgerufen werden – und dafür braucht es noch nicht einmal eine Internetverbindung!

Der Erfolg des Projekts hat schließlich zur Gründung des Vereins Next Generation Africa e. V. geführt und den beiden ein Fellowship am Center for Advanced Internet Studies (CAIS) in Bochum ermöglicht.

Aktuell kooperieren drei malawische Schulen mit Next Generation Africa. Langfristig ist geplant, die LibraryBox überall dort zu verbreiten, wo eine kostengünstige Alternative zu teuren Büchern benötigt wird oder der Zugang zum Internet nicht gegeben ist.

Mehr Infos gibt es auf der Webseite (die zurzeit noch bearbeitet wird). Bestimmt poste ich bald auch ein Update, denn nächste Woche werde ich Niels und Frederik treffen.

Wir im Wandel

Anfang des Jahres erhielt ich einen Anruf. Ich war gerade dabei, Espressopulver in die Siebträgermaschine zu füllen, als mein Handy klingelte. Normalerweise schreiben mir die Leute Anfragen via E-Mail, bei unbekannten Rufnummern werde ich nervös, weil es in der Regel Hardcore-Werbeanrufe sind, die einen mit neuen Smartphone-Tarifen drangsalieren wollen. Der größte Anteil des Pulvers landete auf dem Boden. Die Stimme am anderen Ende der Leitung klang nicht nach der einer Werbetrulla. Wer genau dran war, konnte ich nicht gleich verstehen, aber da schien jemand noch nervöser zu sein als ich, was mich irgendwie erleichterte. Mit einem „Stör‘ ich?“ endete ihre Vorstellung und ich musste lachen.

Sie hätte Kurzgeschichten geschrieben, ob ich sie lektorieren würde.
Ich sagte ihr, dass sie mir gern eine Kurzgeschichte per E-Mail schicken könne, die würde ich dann lesen und mich wieder bei ihr melden. Sie sagte, ich könne sie auch duzen, sie sei ja erst siebzehn.
Ich war mir nicht sicher, was mich erwarten würde, aber ich hatte einen kleinen Leerlauf und so begann ich direkt mit dem Lesen. Schon nach den ersten wenigen Zeilen lief es mir eiskalt den Rücken hinunter. Da konnte jemand schreiben!

Und so, wie man es eigentlich nicht machen sollte, ohne Exposé, ohne zu wissen, worauf ich mich da eigentlich einlassen würde, nahm ich den Auftrag an.
Aber ich habe es nicht bereut, kein bisschen.

Heute habe ich ein riesiges Paket voll mit türkischen Süßigkeiten und einem signierten Exemplar des Buches Wir im Wandel erhalten, ganz lieben Dank dafür!

Ach ja, der Inhalt. 50 Kurzgeschichten, die alle miteinander verwoben sind, was sich dem

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© Ceren Doga

Lesenden aber erst nach und nach erschließt. Es ist keine leichte Kost, auch wenn ein paar der Geschichten harmlos anfangen – das Schreckensmoment lauert in jedem neuen Satz und lugt zwischen den Zeilen hervor. Nein, es ist kein Horror-Thriller, es behandelt nur die ganz alltäglichen Lebensumstände, denen die Figuren ausgesetzt sind.
Ich hoffe, dass Ceren Doga mit dem Schreiben nicht aufhört, da ist so viel Potenzial, das es noch zu entfalten gilt!

 

Bol şans, liebe Ceren!

Ausstellung Foto+Text: Daheim in der Fremde

Vom 20. März bis 12. Juni 2018 steht in der VHS Wiesbaden die Ausstellung mit dem Titel Daheim in der Fremde auf dem Programm. Sie ist Teil eines mehrjährigen Projektes, das die Fotografin Tabitha Harter 2015 initiiert hat.

Das Projekt porträtiert in Deutschland lebende Menschen mit Migrationsgeschichten und solche, die aus ihrer Heimat fliehen mussten. Doch nicht die Flucht- und Migrationsgeschichten stehen im Fokus, sondern das Leben nach der Ankunft in der (neuen) Heimat. Wie beginnt man neu, wenn man alles zurücklassen musste? Wie fühlt es sich an, hier geboren zu sein, und das Land der Eltern nur aus Urlaubsreisen zu kennen? Menschen schaffen sich an vielen Stellen ihre eigene kleine Heimat und bereichern ihre jeweiligen Lebensräume mit neuen kulturellen Einflüssen. Die einen mag es stören, die Fotografin empfindet diese Vielfalt als inspirierend. Ihre Arbeit will dazu beitragen, diese Menschen sichtbar zu machen.

Seit 2017 unterstütze ich das Projekt als Texterin. Die Auswahl der Fotografien sowie die Überarbeitung der Texte (Ausschnitte aus Interviews, Kurzbiografien, Ankunftsgeschichten u. Ä.) wird gemeinsam mit den porträtierten Menschen erfolgen, die natürlich auch bei der Ausstellungseröffnung vor Ort sind.

 

Der Eintritt ist frei!

Link zum Veranstaltungskalender: Daheim in der Fremde